Samstag, 23. Februar 2013

Es ist nur eine Farce

Es geht nicht darum, die Leute in Arbeit zu bringen. Es geht nur um das eigene Überleben. Und es geht um Geld.
Und so lange es Fördermittel für Schulungsmaßnahmen gibt, werden Schulungen durchgeführt. Die Qualität spielt dabei kaum eine Rolle.
Denn es ist nur eine Farce.

In "Datenbanken" eingebundene und miteinander und untereinander verknüpfte Unternehmen, Arbeitsvermittler und ums Überleben kämpfende Bildungseinrichtungen schieben sich gegenseitig Praktikanten zu. Oder intrigieren gegeneinander.
Um den Schein zu wahren, gibt es hin und wieder mal einen befristeten Arbeitsvertrag für einen Kursteilnehmer. Der freut sich drüber und alle sind glücklich. Aber das war es dann auch schon.

Bildungseinrichtungen kämpfen wie die Berserker um jeden Lehrgang, bei denen sie Fleischer, Köche, Maurer und Friseusen vor einen Computer setzen können, um ihnen die Vielseitigkeit von Powerpoint und Outlook zu vermitteln. Später schickt man diese Leute zum Praktikum ins Dentallabor, Altenheim und Stadtmuseum. Oder zu Penny.

Wenn ich mir dann noch vergegenwärtige, wie sich Freundinnen und Freunde gegenseitig mit Dozentenverträgen versorgen und dann noch durch einen ganz dummen Zufall erfahre, welche Stundensätze dabei abgerechnet werden, kriege ich eine Wut, dass ich platzen könnte.

Gestern endete unsere Weiterbildung. Es war die reinste Katastrophe.
Der Bildungsträger, bei dem ich zusammen mit meinem Kollegen unter der Maßgabe einer (vorerst befristeten) Übernahme ein Praktikum absolvierte war alles andere als optimal.
In den vergangenen vier Monaten hat es kein Administrator für notwendig erachtet, unsere Computer Netzwerk- und Internetfähig einzurichten. Notwendige Arbeitsmittel waren nicht ausreichend bzw. gar nicht vorhanden. Einrichtungsgegenstände wurden bewusst nicht angeschafft, denn es kostet ja Geld. Der Einsatz der Dozenten wurde vom Bildungsträger weder rechtzeitig noch optimal geplant, so dass mehrmals improvisiert werden musste. Ein Zustand, der auch den Kursteilnehmern nicht verborgen blieb.

Wenn ich mir überlege, mit welchem Elan mein Kollege und ich uns in die Arbeit stürzen wollten, und mit welchen nicht vorhandenen Mitteln man uns auf das heftigste ausgebremst hat, dann könnte ich heulen. Über meine Dummheit, zu glauben, dass es eine Chance für uns wäre. Dass wir „Alten“ tatsächlich noch zu etwas zu gebrauchen sind.
Man braucht uns nicht wirklich im Arbeitsprozess. Aber für den Bildungssektor sind wir immer noch gut. Für eine Weiterbildung um jeden Preis. Damit andere sich eine goldene Nase verdienen können.

Nur noch ein paar Tage + 38 Monate.
Ich freue mich auf meine Rente.

Eigentlich bin ich ganz anders

nur komme ich so selten dazu.

So bin ich, oder auch nicht

alte_Frau_41

Die Inhaberin dieses Blogs

bittet zu beachten, dass es in den Texten dieses Blogs gelegentlich kleine Übertreibungen geben kann, dass der eine oder andere Beitrag dramaturgisch bearbeitet wurde und dass Karl-Heinz in Wirklichkeit vielleicht nicht Karl-Heinz, sondern Peter oder vielleicht auch Beate heißt. Wer glaubt, sich in den Texten wiederzuerkennen, möchte bitte zur Kenntniss nehmen, dass eventuelle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen auf gar keinen Fall beabsichtigt, aber leider nicht immer zu vermeiden sind.
Nennen sie es einfach „künstlerische Freiheit“…

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Jeder zweite Deutsche

ist zu dick.
Ich nicht, ich bin nur zu klein

Wenn dir ein Vogel

auf den Kopf macht,
sei froh, dass Elefanten nicht fliegen können!

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